USA Rundreise - 1. Tag - Hannover - San Francisco
Wetter: morgendlich kühl, später in San Francisco entsprechend warm.Der Abend vorher ist mit Abschiednehmen und Kofferpacken vergangen und viele haben wohl einen unruhigen Schlaf in der Nacht gehabt, wofür sicherlich das Reisefieber verantwortlich ist.
Unser "Reisefrischling" Uta hat schon im Vorfeld telefonisch Auskünfte eingeholt, wie viel Brötchen sie als Reise- oder Wegzehrung mit in das Flugzeug nehmen müsste.

Vor lauter Aufregung besucht Traute erst einmal im Flughafen die Herrentoilette besucht, wobei sie wohl rechtzeitig den Irrtum bemerkt.
Das Einchecken geht unproblematisch über die Bühne und pünktlich rollt die A 320 zum Start für den relativ kurzen Hüpfer nach London. Uta kann beruhigt sein, denn das Bordfrühstück enthebt sie aller Sorgen über einen vielleicht ungefüllten Magen.
Gegen 8:35 Uhr landen wir mit British Airways auf dem Londoner Flughafen. Hier haben wir den ersten Zeitsprung von einer Stunde, so heißt es die Uhren umstellen. Jeder verbringt die Zeit im Transitraum auf seine Art (Ausschlafen, Spazierengehen, Sightseeing). Erika trifft kurz ihren Sohn, der in London studiert.
Um 10:00 Uhr lassen wir das Einchecken für den "großen Hüpfer über den Teich" über uns ergehen und um gut 10:50 Uhr rollt die Boing 747 zum Start. Die Tragflächen wippen bei jeder Bodenunebenheit der Rollbahn, dann brüllen die Triebwerke auf, schwerfällig setzt sich der Flugriese in Bewegung, wird schneller und schneller, steckt die Nase in die Luft und hebt schließlich ab. Das Fahrwerk fährt polternd in die Schächte und langsam gewinnt unser Donnervogel an Höhe.

Zum Lunch gibt es Chicken oder gedünsteten Lachs, Salat, Kuchen, Käse, Kaffee und Praline: Weis-/Rotwein oder Bier runden die Mahlzeit ab. Mancher ist später froh, sich aus seinem Sitz erheben zu können und ein paar Schritte zu laufen, denn das Sitzfleisch wird auf diesem langen Flug auf eine harte Probe gestellt, besser gesagt gesetzt. Zunächst haben wir Bodensicht, später fliegen wir über eine geschlossene Wolkendecke, die kurz vor Grönland wieder aufreißt und die Sicht auf das Ewige Eis freigibt. Der Kurs geht über Schottland, Island, Grönland über die großen Seen und ein Stück von Kanada, einen Teil der Rocky Mountains und schließlich nach San Francisco. Bei dem Flug über Land wechselt die geschlossene Wolkendecke mit Bodensicht. Wechselvolle Landschaften tauchen unter uns auf und verschwinden eben so schnell wieder. Berge, Täler, Flugplätze, Seen und Felder im Wechsel von Wolkenschatten und Sonne bieten eine Reihe imposanter Ausblicke und manch reizvolles Foto und lebendiger Video-Filmstreifen mag entstanden sein.
Im weiten Bogen überfliegt unser "Brummi" die Bucht von San Francisco von Norden her an, die Golden Gate Brücke liegt unter uns, die Stadt von San Francisco ist in der Nachmittagssonne zu sehen und schließlich landet unser Flieger von Osten her um 13:35 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen von San Francisco etwa 40 km außerhalb der Stadt. Wir sind jetzt 18 1/2 Stunden unterwegs. Bis wir unser Gepäck haben, die Pass- und Zollkontrolle passieren und in den Mini-Vans sitzen war reichlich 1 Stunde und 45 Minuten vergangen. Der Rent-a-car-Schalter am Flughafen weiß von nix und schickt uns mit dem Shuttle zum Stützpunkt. Dort gibt es dann Ärger, weil keine Grand Voyager der Kleinbusse vorhanden ist sondern angeblich nur "regulär" bestellt sind. Schließlich haben wir wenigstens ein Grand Voyager gegen einen Aufpreis von US-$ 210,-- gemietet und für alle Autos die Versicherung abgeschlossen. Gegen 17:45 Uhr setzt sich die Autokarawane endlich in Bewegung, nachdem wir beschlossen haben, den Grand Voyager mit Claudia, Wolfgang und Kevin als Gepäckauto fahren zu lassen.
In dem Abendverkehr auf der Fahrt nach San Francisco zum Hotel haben wir - das war der "Lumpensammler" - den Anschluss an die Kolonne verloren. Wir landen über die Bay Bridge schließlich auf Treasure Island. Also auf dem Absatz kehrt und zurück an das Festland. Die Bay liegt in der Abendsonne und wir genießen diesen Anblick. Schließlich sind auch wir am Hotel "Mark Twain" eingetrudelt, haben eingecheckt und uns zunächst erst einmal auf unsere Zimmer verkrümelt. Gegen 19:00 Uhr unternehmen wir den vergeblichen Versuch, einen "Kriegskassenverwalter" zu wählen oder auch zu bestimmen. Schließlich bleibt auch dieses an Wolfgang und Claudia hängen.
Der Abend ist für jeden zur freien Verfügung. Ingrid, Peter und ich haben uns für einen Bummel in Chinatown entschlossen und schlagen uns später in einem chinesischen Restaurant die Bäuche voll.
Wir machen uns dann auf Schusters Rappen auf den Weg zurück zum Hotel. Es ist im Laufe des Abends sehr kühl und windig geworden. So kriechen wir gegen 22:00 Uhr in die Betten.
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