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USA Rundreise - 14. Tag - Springdale - Zion N.P. - Springdale

Wetter: sehr warm (ca. 36°C im Schatten)

Auch heute haben wir etwas länger geschlafen. Es tut gut, nach den zwei langen Tagen ein wenig relaxen zu können.

Nach dem sehr ausgedehnten und reichhaltigen Hotelfrühstück (es ist das beste der bisherigen Reise), machen wir uns gegen 9.30 Uhr auf in den Zion N.P.

Wissenswertes über den Zion N.P.

Der Zion N.P. erinnert
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mit seinen tief in das Colorado-Plateau eingeschnittenen Schluchten und seinen unterschiedlich gefärbten Felswänden etwas an den gigantischen Grand Canyon. Die von der Erosion angeschnittenen Gesteinsschichten reichen zurück bis in das Erdmittelalter. Durch das Herausheben der mächtigen Sedimentpakete zerbrachen riesige Schollen und bildeten den Zion Canyon. Das üppige Grün der Cottonwood-Bäume und der Eschen lassen den Zion Canyon als "grüne Oase" im semiariden Südwesten Utahs erscheinen. Die Touristen prägten für den Canyon Namen wie "Land der Regenbogen Canyons", weil die 600 - 900 m hohen Felswände rötlich. weiß, gelb oder blauviolett im Sonnenlicht erscheinen. Die ersten von Menschen hinterlassenen Spuren stammen aus der Zeit der "Basketmaker-Kultur". Von 750 - 1200 lebten die Kayenta-Anasazi im Canyon. Die Paiute-Indianer siedelten hier bis ins 19. Jahrhundert. Die spanischen Franziskanerpatres Dominguez und Escalante waren 1776 die ersten Weißen, die diesen Raum betraten. 50 Jahre später erforschten 16 Trapper unter Führung von Jedediah S. Smith diese Region. Die Mormonen führten, in der Mitte der 19. Jahrhunderts eine systematische Erforschung des Zion Canyons durch. Im November 1858 betrat Nephi Johnson als erster den Canyon des Virgin Rivers. Er erreichte, geführt von Indianern, vermutlich die Talenge der "Narrows". In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts lenkte Major Powell das Interesse der Öffentlichkeit auf den Canyon. Er nannte ihn "Munkuntuweap-Canyon". 1909 wurde der Canyon zum National Monument, 1918 zum Nationalpark ernannt. Die Größe des heutigen Parks umfasst 595 km2.

Für 11.30 Uhr ist für die Gruppe (außer Ingrid und mir) ein Reitausflug gebucht. Ingrid kann nicht und ich darf wegen meines überhöhten Gewichtes nicht reiten, darf aber die Pferdemiete verauslagen.

Als die Reiterkolonne an uns vorbeizieht, habe ich alle Hände und Augen voll zu tun, um mit den zwei Video-Kameras und zwei Kleinbildkameras, die ich am Hals hängen habe, die entsprechenden Reiterbilder aufzunehmen. Der Staub wirbelt unter den Hufen der Reittiere auf, sie passieren die die Brücke über den Virgin River und verschwinden am Gegenufer auf dem schmalen Reiterpfad zwischen den Bäumen.

Ingrid und ich kundschaften schon mal den "Tempel von Sinawawa" am Ende der Strasse sowie den Fußweg bis zum Ende des Canyons aus. Der Wasserstand im Virgin River ist sehr niedrig, so dass man den Flusslauf weiter aufwärts gehen kann.

Gegen 12.30 Uhr sind wir an den Zion Lodges und am Abreitplatz zurück. Und dann kommen sie, teils vergnügt, teils im Gesicht verkniffen und in manchen Körperteilen verklemmt. Etwas steif rutschen sie aus den Sätteln, die ersten Schritte sind reichlich staksig.
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Natürlich gibt es von dem Ritt eine Menge zu erzählen. Die Innenseiten von den "Reiterhosen" sind mit Pferdeschweiß und Staub kernig eingeritten, aber wenn juckt das schon ! Kleine Frotzeleien waren an der Tagesordnung. Auf dem Rückweg zu den Autos waren doch manche Schritte etwas steif und 0-beinig.

Wir fahren zurück ins Hotel und verbringen die nächsten drei Stunden am Swimmingpool. Die Mittagssonne brennt erbarmungslos vom Himmel und die Betonflächen rund um den Pool sind für die nackten Füße unerträglich heiß.

Am späten Nachmittag entern wir noch einmal unsere Autos und fahren in den Park zum Tempel of Sinawawa,
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stellen die Autos dort ab, spazieren bis zum Ende des NarrowTraills, ziehen die Schuhe aus und wandern im Flussbett weiter aufwärts in den Canyon hinein. Die Abendsonne erleuchtet die oberen Regionen der östlichen Felswände, die westlichen Wände und das Flussbett liegen schon im tiefen Schatten. Viele Touristen waten in Turnschuhen im Fluss, dessen Grund von großen rund gewaschenen Steinen bedeckt ist. Man muss schon aufpassen, dass man mit den Füßen nicht abrutscht und in die zahlreichen Steinspalten hineingerät.

Gegen 18.00 Uhr sind alle wieder wohlbehalten und begeistert an den Autos. Es geht zurück ins Hotel. Feinmachen für das Abendessen im Hotel-Restaurant ist angesagt. Ein Appetizer (Whisky-Cola) vor dem Dinner auf dem Balkon ist nicht zu verachten.

Das Abendessen ist exzellent, das Restaurant gemütlich und als wir gegen 21.30 Uhr bezahlt haben, vertreten wir uns in dieser lauen Sommernacht noch ein wenig die Beine in Richtung auf ein neben dem Hotel liegenden Andenkenladen. Die ein wenig flippige Inhaberin verkauft uns in ihrem Special Store einige T-Shirts, beflockt sie nach Wunsch mit Motiven, raucht dabei fast ununterbrochen, bewegt sich rhythmisch zur Musik, die aus einem Ghettoblaster tönt, gibt ihrem mexikanischen Hausmädchen augenrollend telefonische Anweisungen und verkauft uns schließlich innerhalb einer lustigen Stunde mindestens acht T-Shirts mit Aufdruck. Ich denke, es hat sich für sie vom Umsatz her auch gelohnt.

Den abendlichen Dämmerschoppen nehmen wir vor Zimmer 206/207 ein und kurz vor Mitternacht liegen wir in "sämtlichen Betten".

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