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USA Rundreise - 2. Tag - San Francisco

Erstaunlich munter sind alle gegen 9:00/9:30 Uhr beim Frühstück eingetrudelt. Nur mir brummt der Kopf und ich habe unruhig geschlafen.

Gegen 10:00 Uhr bricht der Tross auf zur Endstation der Cable Car. Der Verkehr hat auf den Straßen in den Häuserschluchten erheblich zugenommen. An der Endstation müssen wir ca. 45 Minuten Schlange stehen und wir vertreiben uns die Zeit mit Leute und Typen gucken.

Etliche Cable Cars rumpeln auf die Drehscheibe, werden umgedreht und rumpeln voll beladen wieder davon. Schließlich sind auch wir dran und es geht mit Rattern und Quietschen bergauf und bergab Richtung Fisherman's Wharf und Pier 39. Der Versuch, nach Alcatraz überzusetzen misslingt, denn es ist Sonntag und die Schiffe sind ausgebucht. Menschenmassen wälzen sich über die Gefängnisinsel.

Wissenswertes über San Francisco

San Francisco ist mit seiner Golden Gate Brücke für viele zum Inbegriff für die amerikanische Westküste geworden.
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Zurecht gilt sie als eine der schönsten Städte der Welt. Auf einer Halbinsel zwischen Pazifik und der San Francisco-Bucht gelegen, breitete sie sich nach einem Schachbrettmuster über 40 Hügel aus. 750.000 Einwohner leben im Stadtgebiet, mit dem Umland sind es über 5,9 Mio. San Francisco, auf dem Breitengrad von Sizilien gelegen, kann sich seines ausgeglichenen Klimas rühmen. Ein genaues Gründungsjahr der Stadt ist nicht zu finden. Bereits im 16. Jahrhundert wussten die Seefahrer den natürlichen Hafen der Bucht zu schätzen.

1769 Gaspar de Portola, ein Mexikaner entdeckt die Bucht 1776 Bau von Presido (Militärposten) und Gründung einer Mission 1833 Die Mission verliert im Zuge der Säkularisierung alle Ländereien 1846 Der Name San Francisco taucht erstmalig auf 1848 In der Nähe der Stadt wird Gold gefunden 1859 Nach dem Goldrausch findet man Silber und die Stadt entwickelt sich zum Finanzzentrum 1873 Die erste Linie der Cable Car wird eröffnet 1906 Am 18. April wird die Stadt durch ein Erdbeben völlig zerstört 1937 Die Golden Gate Bridge wird fertig gestellt und eröffnet 1989 Ein weiteres schweres Erdbeben (7,1 auf der Richterskala) erschüttert das Gebiet um die Stadt

Cable Car

Entwickelt wurde die Bahn von Andrew S. Hallidie. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts war das Schienennetz 160 Meilen lang. Das endlose Zugseil wird zentral im 1887 gebauten Betriebshaus angetrieben. Nach jeder Haltestelle hängt der Wagenführer (Gripman) den Seilgreifer wieder an das Stahlseil an und der Wagen zockelt mit 15 km/h Steigungen bis zu 21 % hinauf. An den Endhaltestellen müssen die 6 t schweren Wagen gedreht werden. Heute sind noch drei Linien in Betrieb: Powell-Mason-Linie, die Powell-Hyde-Linie und die California-Linie.

Fisherman's Wharf

Die Bezeichnung "Fisherman's Wharf' bezieht sich auf ein kleines Gebiet rund um einen Fischereihafen an der Jefferson Street. Der ehemalige Hafen wurde von italienischen Fischern erbaut. Hier gibt es noch heute Meeresfrüchte aller Art. In der Nähe von Fisherman's Wharf befindet sich die Pier 39. Hier haben nicht die Segler und Motorbootfahrer das Sagen, sondern vor ungefähr vier Jahren übernahmen die Seehunde das Kommando.

Lombard Street

Die Lombard Street ist eine Strasse wie
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jede andere in San Francisco, sie hat nur im Bereich der Hyde Street eine Besonderheit. Aus einer schnurgeraden Strasse wird eine Serpentinenstrasse mit 40 % Gefälle. Die Lombard Street wird auch "Crookedest Little Road of the World" genannt.

Alcatraz Island

Die Gefängnisinsel Alcatraz liegt in der San Francisco Bay, 2,4 km von der Stadt entfernt.
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Sie ist 5 ha groß und ragt 41 m aus dem Wasser. Süßwasser gibt es auf der Insel nicht. 1853 wurde auf der Insel ein Leuchtturm errichtet, weil der Schiffsverkehr in der Bucht zur Zeit des Goldrausches immer dichter wurde. Während des Bürgerkrieges (1861 - 1865) wurde sie zum Militärgefängnis. Von 1933 - 1963 wurde sie dann zum berüchtigsten aller Bundesgefängnisse der USA. Der berühmte Al Capone und der berüchtigte Machine Gun Kelly saßen hier ein. In 30 Jahren saßen hier insgesamt 1.576 Häftlinge, aber nie mehr als 250 zur gleichen Zeit. 450 Zellen in einer Größe von 3 x 3,5 m gibt es in Alcatraz. Ein Ausbruch war hier so gut wie unmöglich, die starken Strömungen und die Haie machten jeden Ausbruch zum Himmelsfahrtkommando. Trotzdem soll es drei Häftlingen gelungen sein.

Golden Gate Bridge

Als Wahrzeichen San Franciscos verbindet diese orange-rot gestrichene Hängebrücke über das Golden Gate die Stadt direkt mit dem Marin County und dem Norden Kaliforniens.
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Der Brückenbau war wegen der Wind- und Strömungsverhältnisse und wegen des Nebels lange umstritten. Nach vier Jahren Bauzeit konnte die Brücke 1937 eingeweiht werden. Der deutschstämmige Joseph Strauß war ihr Konstrukteur. Mit einer Spannweite von 1.280 m war sie bis 1959 die längste Hängebrücke der Welt. 227 m hoch sind die beiden Brückenpfeiler und bei einer Durchfahrtshöhe von 70 m können sie sogar Ozeanriesen passieren. Zum Unterhalt der Brücke werden jährlich 30.000 Liter Farbe verbraucht.

Chinatown

In der Grand Avenue beginnt eine neue Weit in Fresco. Ungefähr 24 Blocks groß ist die "Stadt in der Stadt": Chinatown. In keiner anderen Stadt außerhalb Chinas leben mehr Chinesen. Ecke Grand/Bush Street markiert ein 1970 errichteter Torbogen mit steinernen Drachen und Löwen den Beginn des Viertels.

Bank of America

Es ist ein besonderes Erlebnis, im Restaurant im 52. Stock, zur "Happy Hour" einen Drink zu nehmen und den Sonnenuntergang über der Stadt und über der Bucht zu beobachten.

Alamo Square

In diesem Stadtviertel befinden sich die verspielten viktorianischen Holzhäuser, aus denen die Stadt einst gebaut war.
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Ein großer Teil der Stadt wurde zwischen 1850 und 1900 aus den kalifornischen Redwoods gebaut. Trotz der Erdbeben blieben etwa 14.000 Häuser in diesem Baustil erhalten. Es lassen sich aber drei wesentliche Stilrichtungen unterscheiden:

1850 - 1875 Der so genannte italienische Stil: Erker mit sich nach innen öffnenden Fenstern und Säulen am Eingang nach 1860 Der Queen-Anne-Stil: Abgerundete Erker und aufgesetzte Türme ab 1880 East-Lake-Stil oder Stick-Stil: Verspielte Blumenornamente, Friese, Säulen, Hufeisenbögen und bunte Farben

Zurück zur Pier 39

Jeder kann auf seine Art die Sehenswürdigkeiten
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dieser Stadt erobern. Die Wolkendecke ist mittlerweile aufgerissen und die Sonne strahlt vom bald tiefblauen Himmel. Die Zeit vergeht mit Bummeln, Fotos, Hamburger mit Lachs zum Lunch und einem Budweiser, Window-Shopping und dem Besuch der Seehunde, die ja - wie bekannt - die Piers des ehemaligen Fischereihafens weitestgehend bevölkern.

Gegen 15:30 Uhr versuchen wir mit einer Cable Car zur Bank of America zu fahren. Da aber alle Wagen überfüllt sind, entschließen wir uns schließlich den Weg zu Fuß zu gehen. Beim Durchqueren von Chinatown erstehe ich ein neues Weitwinkel-Objektiv für US-$ 379,--, da mein vorhandenes defekt ist. Peter kauft sich für US-$ 95,-- ein neues Telefon.

Pünktlich um 17:00 Uhr sind wir vor der Bank of America versammelt und fahren mit dem Quick Lift zum 52. Stock in das Restaurant zur Happy Hour. Bei Longdrinks bietet sich uns ein atemberaubendes Panaroma der San Francisco Bay und wir genießen die Aussicht im Licht der Nachmittagssonne.

In den etwa zwei Stunden bei "Bloody Mary", "Gin Tonic", "Whisky an the rocks" und "Juice Punck" wird diese Szenerie hoch über den Dächern von San Francisco noch beschaulicher. Einige, die zwischenzeitlich die Örtchen dieses "Clubs" besucht haben, schwärmen von der Exklusivität und Ausstattung dieser "Bedürfnisanstalten". Es sind Toiletten vom Feinsten, mit goldenen Wasserhähnen, ausgesuchten Parfums, Frotteetüchern, Kämmen usw. usw. Man muss schon einen sehr starken Drang verspüren, um sich ohne Hemmungen auf die "Schüsseln" zu setzen.

Auf dem Weg zurück zur Pier 39 zum gemeinsamen Dinner versuchen wir wieder mit der Cable Car zu fahren. Einigen gelingt es, die meisten aber müssen laufen.

Das Essen in "Neptun's Restaurant" ist sehr gut aber auch ziemlich teuer.

Gegen 22:00 Uhr brechen wir dann auf zur Cable Car-Endstation Taylor Street. Diesmal kommen wir nach kurzem Warten und Schlangestehen mit und sind gegen 23:00 Uhr dann in unseren Zimmern verschwunden.

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