USA Rundreise - 20. Tag - Rundreise Yosemite Park
Wetter: sonnig, angenehm warm, im Vergleich zum Death ValleyUm 8.00 Uhr treffen wir uns bei Wolfgang, machen Übergabe und Autotausch, während des Frühstücks im Coffee Shop gegenüber. Mit "Tschau-Tschau" und "bis Sonntag am Flughafen" werden Claudia, Wolfgang und Kevin verabschiedet und dann geht der Rest der Truppe zum Frühstück gegenüber.
Kurz vor 10.30 Uhr ist dann Abfahrt in den Park.
Wissenswertes über den Yosemite National Park
Der Yosemite N.P. ist der schönste
Den ersten Fotostop machen wir am Wawona-Tunnel. Ingrid hat massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen von der vorabendlichen "Kurbelei" durch das Tal.
Wir fahren hinunter in das Yosemite Village und trennen uns dort, nicht ohne für 14.00 Uhr einen Treffpunkt auszumachen für die Fahrt zum Glacier Point. Wir, das sind Peter, Ingrid und ich, fahren mit dem Shuttle-Bus zum Mirror Lake und gehen das letzte Stück durch den Wald an mächtigen Basaltblöcken vorbei zum See. Als wir ankommen, erleben wir eine große Enttäuschung, denn der See ist trocken gefallen. Bis auf ein paar größere Pfützen, die von einem mehr oder weniger breiten Rinnsal gespeist werden und deren Wasser verdunstet oder im Sand versickert, gibt es die idyllische Flachseezone mit dem rauschenden Ausfluss ins Tal hinunter, wie ich es bei meinem Besuch im Frühjahr erlebt hatte nicht mehr. Nach einem kleinen Rundgang machen wir uns auf den 3,4 km langen Rückweg zu Fuß zum Village. Fast alle Wasserfälle sind trocken. Das Yosemite-Tal hat sich über Jahrmillionen aus einem breiten Tal mit einem Fluss zu einem bis ca. 650 m tiefen Canyon entwickelt. Die Eiszeit hat den Canyon bis zu seinem Rand mit Eis gefüllt. Abschmelzende Gletscher erweiterten und vertieften den Canyon an seinen schwächsten Stellen. Der letzte Gletscher ließ eine Endmoräne zurück, hinter der sich ein See bildete. Dieser See füllte sich langsam mit Ablagerungen und bildet heute die Talebene, auf der Wiesen und Wälder zu sehen sind. Der Mirror Lake, von dem wir gerade kommen, ist von der totalen Verlandung bedroht, denn der Tenaja Creek, der in ihn hineinfließt, führt große Massen an Schotter und Schlamm von Bergen herab. Wie wir gesehen haben, trocknet der See im Spätsommer fast gänzlich aus und füllt sich erst mit den Herbststürmen und Schneeschmelzen wieder auf.
Alle sind pünktlich am Treffpunkt und so entern wir die beiden Busse und fahren hinauf zum Glacier Point. Hier oben bietet sich dem Betrachter eine Panoramasicht auf das Tal, das hier wie eine Spielzeuglandschaft aussieht - mit dem Fluss, dünn und glitzernd wie ein Silberband, mit buntern "Ameisen", den Autos. Manchmal wird der Zugang zu den hohen Aussichtspunkten von den Rangern gesperrt, die damit vor Gewittern warnen und zwar schon lange vorher, wenn davon noch gar nichts zu hören oder zu sehen ist.
Jetzt in der Nachmittagssonne (15.30 Uhr) werfen die steilen Basaltfelsen schon lange Schatten auf den Talgrund und in die Seitenschluchten. Auf einem fernen Bergrücken steigen Rauchwolken auf. Sie stammen von einem von den Rangern gelegten Feuer. Hier am Glacier Point steht ein Hinweisschild. das die Besucher über das Feuer belehrt und sie bittet, keinen Alarm auszulösen. In der Steilwand des Half Domes steigen zwei Kletterer aufwärts. Viele Leute, die mit Fernrohren ausgerüstet sind, beobachten die gewagte Kletterpartie. Neben dem Besucherparkplatz auf der Kuppe haben einige Leute mächtige Teleskope auf Stativen aufgebaut. Sie sagen, dass heute Abend besonders günstige Gestirnkonstellationen zu beobachten sind.
Unsere "Mädchen" sind besonders mutig ! Sie klettern über die Begrenzungsmauer und nähern sich bedenklich den steil abfallenden Felskanten. Gute gemeinte Ermahnungen treffen nicht nur auf "taube Ohren", sondern werden unwillig kommentiert.
Kurz nach 18.00 Uhr treten wir die Rückfahrt nach Oakhurst an. Das Best Westernrestaurant bietet für das Abendessen die gewohnt gemütliche Atmosphäre, der "Absacker" vor dem Hotelzimmer beendet diesen Abend. Morgen geht es zurück nach San Francisco und damit neigt sich diese dreiwöchige Reise langsam ihrem Ende zu.
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