USA Rundreise - 3. Tag - San Francisco - Sauselito - Muir Woods - Point Reyes - San Francisco
Wetter: morgendlich kühl und sonnig, später warm.Um 7:00 Uhr ist das Frühstück angesetzt, das mit Witzchen und Sprüchen begleitet wird. Ziel dieser Belustigungs-Kampagne: ICH. Kurz nach 8:00 Uhr holen die Fahrer die Autos aus der Garage. Beim Einsteigen bemerkt Kevin, dass das "Lumpensammlerauto" hinten links Luft verliert. Zurück in der Garage, erzählt uns der Garagenmeister, dass es weder eine Luftpumpe noch Pressluft gibt, beschreibt uns aber einen Weg zu einem Reifenhandel. Los geht es also mit schlappen Reifen. Zu allem Überfluss verfahren wir uns auch noch und als wir wieder zusammen sind, stehen die beiden anderen Wagen vor dem Reifenhandel. Hier finden wir nette, hilfsbereite Leute und eine halbe Stunde später ist ein dicker Nagel entfernt, der Reifen geflickt und nach der Bezahlung der Rechnung über US-$ 17,50 + US-$ 5,-- Tip setzen wir unsere Sightseeing-Tour fort. Am Alamo Square betrachten wir bei einem Fotostop die viktorianischen Häuser vor der Skyline von Downtown San Francisco. Weiter geht es zu den Twin Peaks. von denen wir einen Überblick über die Umgebung von San Francisco, die Stadt und über die teilweise unter einer Dunstschicht liegende Bay haben. Der nächste Fotostop auf dem Weg zur Golden Gate Bridge ist im Golden Gate Park das Gewächshaus.
Kurz nach 11:00 Uhr erreichen wir die Golden Gate Bridge, parken unsere Autos und haben eine halbe Stunde, um die berühmte Brücke zu bewundern, ein Stück auf ihr spazieren zu gehen und uns den kalten Wind um die Nase wehen zu lassen, der von See her mehr oder weniger dichte Dunstschwaden in die Bay treibt. Gespenstisch hallt bisweilen das Nebelhorn von ein- und ausfahrenden Schiffen durch die Nebelschwaden.
Kurz vor Mittag erreichen wir Sauselito und da sich mittlerweile auch der Magen wieder meldet und nach Auffüllung verlangt, machen wir Halt im Hafen und kurze Zeit später sitzt die Truppe auf der Bürgersteigkante vor dem Fast-Food-Laden, mehr oder weniger hastig essend und schmatzend und in die Sonne blinzelnd. Zur Verdauung schließt sich ein Gang durch den Hausboot-Hafen an, der diesmal nicht trocken gefallen ist. Die Hausboote, die mit viel Phantasie und außerordentlich unterschiedlichen architektonischen Formen dort verankert liegen, gleiten je nach Wasserstand an Dalben auf und ab. Zusammen mit den Villen am hügeligen Ufer und den Segelschiffen in der Marina bilden sie eine kontrastreiche Idylle. Ursprünglich ist hier ein Hafen für Walfänger und andere Handelsschiffe gewesen.
Mit gut gefüllten Kühlcontainer geht es gegen 13:15 Uhr weiter nach Norden zu den Muir Woods. Ein Spaziergang auf dem Rundkurs durch diesen Redwood-Wald ist ein Erlebnis für sich. Die Sonnenstrahlen erreichen nur vereinzelt durch diese Riesenbäume den Erdboden und zeichnen lustige, helle Flecken auf Stämme und Wege.
Es ist kühl. feucht und ein wenig moderig, der Weg schlüpfrig. Heißer Kaffee und Apfelkuchen am Ende unseres Rundganges belebt die Geister für neue Taten.
Wissenswertes über das Muir Woods National Monument
In diesem etwa 200 ha großen Gebiet haben die über 1.000 Jahre alten Redwood Bäume den großen Bedarf an Bau- und Brennmaterial während des Goldrausches überstanden. Die kalifornischen Küsten-Sequoias sind die höchsten Bäume der Welt. Im Bohemian Grove erreichen sie eine Höhe von 76 m. Bis 1907 gehörte das Gebiet dem Geschäftsmann William Kent, der es dem Staat schenkte. Auf Wunsch Kents wurde der Park nach dem von ihm verehrten Schriftsteller und Naturforscher John Muir benannt.
Unser nächstes Ziel ist die Point Reyes National Sea Shore. Auf dem Weg dorthin haben die Fußlahmen und Badewütigen Gelegenheit, ihre müden Füße bzw. heißen Körper in den Brandungswellen des Pazifik zu kühlen.
Wissenswertes über die Point Reyes National Sea Shore.
Auf einer Halbinsel zwischen Tomales Bay und Drake Beach liegt dieser 270 km2 große Naturpark. Sir Francis Drake soll hier, auf der Suche nach der Nordwest-Passage, geankert haben. Vom Leuchtturm kann man mit etwas Glück Grauwale beobachten. Außerdem verläuft am Point Reyes der Earthquake Trail, der dem hier verlaufenden Sankt Andreas-Graben folgt. Der Earthquake Trail beginnt am Bear Valley Visitor Center. Auf diesem Trail kann man seismographische Beweise für die Erdbewegungen erkunden, so z.B. zwei Teile eines Zauns, die vor dem Erdbeben eine Einheit bildeten und nun 5 m aus der Flucht stehen.
Wir gehen diesen Weg und informierten uns über das, was war, was ist und was in vielen Jahrhunderten voraussichtlich passieren wird. Nach den Voraussagen der Wissenschaftler wird sich Kalifornien vom Festland abtrennen. Schautafeln, die am Wege stehen, zeigen anschaulich die Entwicklung dieser Region bezüglich der Erdbebengefährdung.
Gegen 17:00 Uhr haben wir unseren Rundgang über den Trail beendet und fahren zurück zum Restaurant in Point Reyes, um zu Abend zu essen. Auf der Rückfahrt über die California 1 nach San Francisco treffen wir an der Golden Gate Bridge keinen Nebel mehr an. Vor uns der Lichtermeer der Stadt, fahren wir auf dem schnellsten Wege zum Hotel, bringen die Autos in die Garage und verschwinden auf den Zimmern. Lediglich die Fahrer trinken traditionell in der Hotelbar noch ein stark unterkühltes "Betthupfer-Bier".
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