USA Rundreise - 9. Tag - Yellowstone N.P. - Jacksonhole
Wetter: zunächst wolkenlos und warm, später zunehmende Bewölkung mit Sonnenschein Perioden."Humanes" Wecken um 7:00 Uhr.
Zum Frühstück gibt es "All you can eat " -Buffet. Wir haben einen Eckplatz im Old Faithful Inn erwischt, auf den die Morgensonne scheint. Es ist Zeit für ein ausgiebiges Frühstück, denn der Ausbruch des Old Faithful Geysir ist erst für 9:30 Uhr angekündigt.
Als wir zum Geysir kommen, dampft er schon ein wenig und blubbert. Eine Menge Leute sitzen auf dem Rand des Walkways und harren gespannt der Dinge, die da kommen werden. Dann ist es soweit: Dampf und heißes Wasser schießen 30 - 40 m in den Himmel und nach 2 - 3 Minuten ist das Schauspiel vorbei und das herausgeschleuderte Wasser läuft über die sanften Hänge in den Firehole River.
Gegen 10:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Mud Vulcano am östlichen Ausgang des Hayden Valley. Wir sind gestern schon daran vorbeigekommen, hatten aber nicht genug Zeit hier anzuhalten, wie auch am West Thumb Geysir Basin.
Die West Thumb Caldera entstand vor ungefähr 150.000 Jahren bei einer mächtigen vulkanischen Explosion, bei der anschließend die Erdkruste in sich zusammenfiel. Der entstandene Krater füllte sich mit Wasser und so entstand diese große Bucht des Yellowstone Sees.
Auf einem Rundweg auf hölzernen Walkways kommen wir an zahlreichen HeißwasserQuellen vorbei, die teilweise schon am Ufer liegen, teilweise aber auch ihre kleinen Krater im Wasser des Sees haben.
Weiter geht die Fahrt am Westufer des Sees entlang zum Gull Point in der Nähe der Bridge Bay. Wir wundern uns, dass an diesem herrlichen Fleckchen Erde niemand im See badet ! Die Erklärung ist sehr einfach: Es wimmelt hier von Blutegeln. Kevins Neugier lässt uns einen fangen, den wir ausgiebig inspizieren, um ihn dann einem auf einem Ast wartenden Vogel zu "kredenzen". Serviert wird stilgerecht auf Wolfgangs Sportschuh.
Mitten auf dem See schwimmen Schlauchboot-Sessel, in denen Angler ihrem Hobby frönen.
Über den Ausfluss des Yellowstone Rivers aus dem See führt eine "Fishing Bridge", auf der Angler ihr Angelgerät auswerfen können. Wir allerdings tanken nur an der nahe gelegenen Tankstelle und fahren weiter zum Mud Vulcano. Es ist ein Gebiet mit heißen, übel riechenden, schlammigen und dampfenden Wasserlöchern, wie z.B. Dragon's Mouth Spring. Diese Quelle hat eine Temperatur von etwa 75°C.
Wir gehen ein Stück bergaufwärts und erreichen einen schlammigen See, an dessen Ufern tote Baumstämme wie Stangen in den Himmel ragen, andere aber bereits abgebrochen und umgeweht sind. Ein Stückchen weiter kommen wir zu einem Schlammloch, dem Black Dragon's Caldron. Die Oberfläche ist vom Heißwasser und den Dämpfen, die blubbernd an die Oberfläche steigen, aufgewühlt.
Die ursprüngliche Eruptionstätigkeit entlang des Risses in der Erdkruste ist datiert auf den Winter des Jahres 1947/48. Als der Krater entdeckt wurde, hatte er eine Fläche von ca. 12 x 22 m. Die Eruptionsaktivität hat sich nach Südosten fortgesetzt und formte den riesigen Hügel, der jetzt bedeckt ist. Die Temperatur in diesem Becken beträgt über 80°C und die schwarze Farbe rührt von den Eisensulfiden im Wasser her.
Es ist Mittag geworden (13:00 Uhr) als wir uns auf den Rückweg nach Süden machen und den Park durch das Südtor verlassen.

Das vierte Best Western Hotel, vor dem wir halten, ist das richtige. Es liegt in Teaton Village etwas außerhalb von Jacksonhole. Es ist ein Flachbau, natürlich mit Swimmingund Whirlpool. Der Himmel ist bewölkt und es geht ein leichter kühler Wind. Trotzdem springen wir nach dieser langen Fahrt in das erfrischende Nass (erst Whirlpool 41 °C, dann Swimmingpool). Von außen abgekühlt trinken wir "Claudia-Bier" und "Claudia-Cola" als Nachwehen ihres Geburtstages. Gegen 18:00 Uhr rollen die Autos wieder nach Jacksonhole. Wir wollen den "Gunfight" mit Hilly-Billy-Musik in der Innenstadt miterleben, doch als wir dort ankommen, stellt sich heraus, dass der "Fight" am Sonntag nicht stattfindet. Claudia und Wolfgang haben aber Gott sei Dank im Vorfeld ("geheime Mission" am Swimmingpool) ein Brauerei-Restaurant im Stadtführer entdeckt, in dem wir verschiedene Biere aus großen Gläsern trinken und Pizza essen. Das Bier "haut ganz schön rein" und so wird die Truppe - die Fahrer ausgenommen - ganz schön lustig. Die Biersorten sollten wir - unter Rücksichtnahme auf deutsche Geschmacksnerven (Karamellbier u.ä.) - nicht aufzählen. Wir haben uns ausschließlich den "trinkbaren" Mischungen zugewandt.
Als wir gegen 21:00 Uhr im Hotel ankommen regnet es leicht und wir nehmen - bei entsprechenden Lichtverhältnissen - das schweizerisch anmutende Aussehen dieses kleinen Ortes wahr . Einige springen nochmals in die Fluten des Pools bevor dieser abgedeckt wird. Die anderen sitzen unter der Überdachung am Pool und nehmen noch einen Dämmerschoppen.
Der Tag war lang und anstrengend, wir haben gut gegessen und getrunken und nun meldet sich gegen 22:30 Uhr das Schlafbedürfnis.
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