USA Reise - 13. Tag - Las Vegas - Zion Nationalpark
Wetter: strahlender Sonnenschein und warm.Um 9.00 Uhr werden die Koffer abgeholt, die Wagen gepackt und gegen 10.00 Uhr versucht jeder in der Nähe des "Riverboat" eine Frühstücksbar "abzugrasen". Schließlich geht die Fahrt weiter zum gemeinsamen Treffpunkt am "Excalibur"-Hotel, einem hübsch hässlichen Märchenschlossbau für 5.000 Gäste. Angeblich soll diese "Hütte" mit der Finanzbeteiligung von Michael Jackson entstanden sein.
Gegen 13.00 Uhr sind dann schließlich alle eingetrudelt und versammelt. Marianne sucht die "Restrooms" auf und Bernd und Uwe folgen ihr unauffällig auf die Damentoilette ! Danach ergeben sich Unstimmigkeiten über den weiteren Reiseverlauf an diesem Tag. Ein weiteres Shopping in der Hotelladenstrasse findet keine Mehrheit und so entscheidet Wolfgang schließlich, dass nach dem Tanken wieder "aufgesessen" wird und die Fahrt Richtung Norden auf der Interstate 15 weitergeht.
Ich habe Elke, die immer noch an ihrem Knieschaden laboriert, beim Aussteigen aus dem Bus "liebevoll" mit "Omchen" bezeichnet und dafür, scherzhaft entrüstet, moralische Ohrfeigen erhalten.
Die Fahrt geht nach Nordosten. Die Staatsgrenzen von Nevada nach Arizona und kurze Zeit später von Arizona nach Utah werden überfahren. Es ist spät Nachmittag und die Sonne steht bereits tief und wirft lange Schatten in die "Virgin Mountains" und "Pine Valley Mountains" rechts und links der Interstate 15 auf dem Weg zum Zion National Park. Schneebedeckte Berge, vorbei an Plateauebenen unterschiedlichster Höhe und farblicher Schattierungen, durch beckenartige Niederungen, durch karge und dann wieder üppige Talvegetation, durch canyonartige Gebirgseinschnitte erreichen wir schließlich über die Bundesstrasse 9 bei Hurricane den Zion National Park und passieren dabei die Städte Virgin und Springsdale.
Wir machen einen kurzen Halt am Information Center, das aber leider schon geschlossen hat und fahren dann direkt zu den Zion Lodges tief im Canyon.
Die Sonne hat sich mittlerweile verzogen, der gesamte Canyon liegt im Schatten. Nur die Bergspitzen auf der Ostseite liegen noch im Sonnenlicht. Es ist empfindlich kühl geworden.
Das Einchecken und das Beziehen der Quartiere laufen gewohnt routiniert ab.
Für ein gemeinsames Abendessen in dem Restaurant der Lodges sind wir zu spät angekommen. So muss die Wegzehrung der einzelnen Wagenbesatzungen oder auch das persönliche Futter herhalten, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.
Die Lodges sind im Grunde genommen ein kleines Dorf von Holzhütten. Jede dieser Hütten beinhaltet zwei getrennte Apartments, bestehend aus einem Schlaf-/Wohnraum, Toilette und Bad. Beide Apartments sind durch eine Verbindungstür, die normalerweise verschlossen ist, zusammenfassbar.
Juhu, heute Abend hat das Hochzeitspaar zu dem verschobenen Hochzeits-AbendJubilate-Schluck eingeladen. Die Besatzungen aller "Wüstenschiffe" treffen sich in einem dieser Apartments und vertilgen je nach Bedarf Sekt, Bier, Whiskey, Cola und Brause. Es wird ein ganz lustiger Abend, zumal Michael seinen 28. Geburtstag feiert und ihm mit der Gratulationskur eine paar neue "geile" Socken überreicht werden. Sie stammen aus dem Socken-Shop auf dem Pier 39 in San Francisco. Trotz aller Fröhlichkeit merkt man den Gesichtern doch langsam die Länge und damit auch die Strapaze der bisherigen Reise an.
Der neue Tag ist noch nicht alt, als sich die Truppen, mehr oder weniger "alkoholträchtig", Richtung eigene Betten in Bewegung setzen.
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